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Blick auf die neue Schleibrücke in Kappeln

Blick auf Kappeln an der Schlei

Zur Stadt Kappeln gehören die Ortsteile Mehlby, Dothmark, Sandbek, Stutebüll, Ellenberg, Olpenitz und Kopperby.


Dothmark

Aus schriftlichen Unterlagen ist nicht zu ermitteln, wann Dothmark entstanden ist. Funde steinzeitlicher Grabstätten und Urnenreste belegen, dass es sich hier um altes Siedlungsgebiet handelt.
Der Name Dothmark ist ein Flurname, der aus einer frühgeschichtlichen Siedlungsgründung im Rahmen der skandinavischen Einwanderung stammt.

Die Dothmarkschen Ländereien und Wiesen wurden von ca. 1498 an von einem Meierhof, ein selbständig wirtschaftender Hof für Viehwirtschaft, des Gutes Roest bewirtschaftet. 1868 brannte die Scheune und 1907 der gesamte Meierhof ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
 
Durch die Höfebank wurden sämtliche Dothmarker Ländereien verkauft und die Stadt Kappeln erwarb 45 Hektar.
Von 1928 bis 1978 wurde das Dothmarkgelände bebaut, so entstanden z.B. 1934 die ersten 10 Siedlungshäuser. Nach dem letzten Krieg wurden die ersten GEWOBA-Häuserblocks errichtet, 1967 begannen die ersten Arbeiten für das Klärwerk.

Um 1900 wurde das "Strandhotel" gebaut, 1996 wurde es abgerissen und durch einen Neubau mit Eigentumswohnungen ersetzt.
 
In den 20er Jahren wurde die Firma Allgäuer Alpenmilch (heute Cremilk, vormals Nestlé) gebaut.

Der im Jahre 1905 erbaute Bahnhof der Kreisbahn Schleswig-Kappeln wurde 1976 abgerissen, die restlichen Schienenkörper werden heute von der Museumsbahn genutzt. 
  


Ellenberg

Ellenberg ist als Ortschaft schon recht alt, um 1450 wird der Name in einer Verkaufsurkunde genannt.

Vor dem letzten Weltkrieg wurden zwischen dem Ellenberger Gehölz und der Schlei vom Reichsarbeitsdienst Baracken für einen Kleinkampfverband der Marine errichtet, Wege gebaut und eine Straße nach Ellenberg angelegt.

Nach dem Krieg bewohnten Flüchtlinge die Baracken. Mit der Zeit begann der langsame Verfall der Baracken und es mußte Abhilfe geschaffen werden.
 
In den 50er Jahren setzte eine rege Bautätigkeit ein : zunächst 17 Eigenheime als Grundstock für die neue "Siedlung Ellenberg", 10 Doppelhäuser im zweiten Bauabschntt, 4 Wohnblocks für 38 Familien im dritten Bauabschnitt im Zuge der Barackenräumung, 12 Siedlungshäuser am Dorfausgang von Ellenberg, davon 6 Nebenerwerbssiedlungen für Deputatarbeiter und 6 Siedlungen für Ellenberger Fischer, die Schiffseigner sind.

Die Einwohnerzahl von Ellenberg war auf 1.500 gestiegen und Bürgermeister Kabus gab 1955 bekannt, dass die Bezeichnung "Ellenberg-Lager" in "Ellenberg-Siedlung" umbenannt wird.1956 wurden die letzten Baracken abgerissen.

Mit dem Bau der Marinewaffenschule, die 1968 von der Marine bezogen wurde, und den dazugehörigen Wohnblocks für das Personal, entstand ein neuer Stadtteil und das Bild von Ellenberg änderte sich komplett.
Im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen wurde die Marinewaffenschule Ende 2002 geschlossen.  

www.kappeln-ellenberg.de
  


Olpenitz

Im Jahre 1460 wird "Olpenisse", das heutige Olpenitzdorf, als ein Ort mit 10 bischöfliche Lansten (Hufnern) und mehr als 10 Wurtsitzern erwähnt. Jeder Lanste entrichtete eine monatliche Abgabe an den Schleswiger Bischof, die Wurtsitzer leisteten keine Abgaben.

Im 16. Jahrhundert fielen die Landstellen an den Adel und somit an das Gut Olpenitz. Bei der Parzellierung des Gutes Olpenitz 1798 wurden die bisherigen Untergehörigen Erbpächter.

Innerhalb des Gutsbezirkes Olpenitz wurde 1750 der erste freie Bauer, 1760 die erste Wirtschaft und 1765 die erste Schule genannt.

1798 wurde die Leibeigenschaft aufgehoben, 1804 richtete man Schuld- und Pfandprotokolle ein, wonach die Bauern ihre in Erbpacht gehaltenen Landstellen nun käuflich erwerben konnten. Zwei Drittel des Kaufpreises blieben als Schuld an den Gutsherrn auf dem Besitz eingetragen.

1870 wurden die Forderungen des Gutes endgültig durch die preußische Rentenbank abgelöst. Gemeinde und Gutsbezirk wurden voneinander getrennt. Zur Gemeinde Olpenitz gehörten : Ossenrüh, Nübbelfeld, Nübbelhof, Olpenitzfeld, Hüholz, Olperör, Weidefeld, Hinrichsholz.

Am 1. Januar 1969 entstand aus Olpenitz und Kopperby das Amt Kopperby, seit dem 1. Januar 1974 ist Olpenitz ein Ortsteil der Stadt Kappeln.



Mehlby / Sandbek
 
Das alte Dorf Mehlby, früher Medelby = Mitteldorf, ist in der Entwicklung eng mit dem Gut Roest verbundnen.
Bereits 1231 wird Roest als Königsgut genannt und man kann vermuten, dass zu dieser Zeit die Siedlung zwischen Kappeln und Roest vorhanden war und eben als „Mitteldorf“ bezeichnet wurde.
 
Auch die Siedlungen Sandbek (Sandthbeke), Grummark, Grimsnis und Stutebüll werden sich in dieser Zeit gebildet haben.
 
Im Streben nach Macht bzw. Einkommen verschafften sich die Besitzer der adligen Güter Roest und Rundhof die Gerichtsbarkeit und weitgehende Eigentumsrechte über diese Siedlungen.
 
Eine Ausnahme war Sandbek, aus langwierigem Streiten ergab sich etwa ab 1650, dass dieser Ort als solcher den adligen Gütern zugeordnet wurde und somit u.a. eine eigene Gerichtsbarkeit besaß.
 
Bis zum Jahre 1801 besuchten die Kinder, bis zur Einrichtung eigener Schulen in Mehlby und in Stutebüll, die Küsterschule in Kappeln.
 
Nach ersten Ansätzen im Jahre 1872 wurde im Jahre 1938 aus den vorher selbstständigen Gemeinden Mehlby, Grimsnis, Sandbek und Stutebüll die amtsfreie Gemeinde Mehlby gebildet. 

Seit dem 1. Januar 1974 ist die Gemeinde Mehlby ein Ortsteil der Stadt Kappeln.

  
 
Kopperby 
 
Das Dorf Kopperby wird 1463 zuerst genannt, damals waren es bereits 9 Landstellen. Die sehr alten Flurbezeichnungen wie z.B. Ellerüh, Espenis usw. sind durch Straßennamen erhalten geblieben.
Die Gemeinde hat sich im Laufe von Jahrhunderten durch das Zusammenwachsen von mehreren Siedlungsstätten gebildet.

Am 1. Janaur 1969 entstand aus Kopperby und Olpenitz das Amt Kopperby, seit dem 1. Janaur 1974 ist Kopperby ein Ortsteil der Stadt Kappeln.


 
Autor: Hans-Peter Wengel